WPZ Auguste Victoria ▪ Marl

Pflegeeinrichtungen Kirsch Kommanditgesellschaft
Wohn- und Pflegezentrum Auguste Victoria
Victoriastrasse 7-9
45772 Marl-Hüls

Telefon: (0 23 65) 69 89 – 000
E-Mail: post@wpz-auguste-victoria.de

Ihre Ansprechpartnerin:
Selma Pür-Moustafa (Einrichtungsleitung)

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Selma Pür-Moustafa Einrichtungsleitung
Historie
WPZ Auguste Victoria ▪ Marl

Ihr Kontakt:
Pflegeeinrichtungen Kirsch Kommanditgesellschaft
Wohn- und Pflegezentrum Auguste Victoria
Victoriastrasse 7-9
45772 Marl-Hüls
Telefon: (0 23 65) 69 89 – 000
E-Mail: post@wpz-auguste-victoria.de

Frühe Erwähnung und ländliche Strukturen

Die Entwicklung der Stadt Marl von einem kleinen Kirchdorf zu einem bedeutenden Industriestandort nahm ihren Anfang nicht direkt vor Ort, sondern im benachbarten Gebiet rund um Hüls, das damals zur Landgemeinde Recklinghausen gehörte.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Marl bereits im Jahr 890 unter dem Namen „Meronhlare“ in den Heberegistern der Benediktiner-Abtei Werden. Über viele Jahrhunderte hinweg blieb der Ort eine ruhige, ländlich geprägte Siedlung. Noch rund 1000 Jahre später bestand Marl lediglich aus einigen Häusern und einer Kirche, umgeben von Wäldern, Heideflächen und wenigen landwirtschaftlich genutzten Flächen mit vereinzelten Höfen. Zum damaligen Amt Marl gehörten außerdem die Gemeinden Hamm, Polsum und Altendorf-Ulfkotte.

Beginn der industriellen Entwicklung

Ein tiefgreifender Wandel setzte erst vor etwa 100 Jahren ein, als in den Ortsteilen Hüls, Drewer und Lenkerbeck Bohrtürme errichtet wurden und der Bergbau Einzug hielt. Bis dahin war die Region nur dünn besiedelt. Zur Zeit der Gründung der Gewerkschaft Auguste Victoria lebten beispielsweise lediglich 1.933 Menschen in der Gemeinde Marl und 623 weitere in der Gemeinde Hamm.

Hüls selbst, der spätere Standort des Bergwerks, bestand zu dieser Zeit aus nur acht Bauernhöfen und gehörte zur Gemeinde Löntrop. Auch Lenkerbeck, Sinsen und Löntrop waren damals noch Teil der Landgemeinde Recklinghausen.

Wachstum durch Bergbau und Infrastruktur

Mit der Errichtung der Zeche Auguste Victoria entstand ein großer Bedarf an Flächen für Industrieanlagen sowie für Wohnraum der Arbeiter. Da das unmittelbare Umfeld kaum besiedelt war, mussten neue Siedlungen geschaffen werden. Gleichzeitig waren die Verkehrsverbindungen zunächst schlecht ausgebaut.

Eine zentrale Rolle spielte dabei die Haltestelle Sinsen an der Bahnstrecke Wanne–Münster, die als wichtiges Bindeglied zur Außenwelt und als „Tor zur Welt“ für die Region galt.

Vom Dorf zur Stadt

Diese Entwicklungen markierten den Beginn des Wandels von Marl hin zu einer industriell geprägten Stadt. Das Wachstum und die zunehmende Bedeutung des Ortes waren eng mit dem Bergbau verbunden und führten innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit zu einer grundlegenden Veränderung der zuvor ländlichen Struktur.

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